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Vorübergehende Flughafenschließungen in Berlin und in Norddeutschland

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Vorübergehende Flughafenschließungen in Berlin und in Norddeutschland

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Die isländische Aschewolke wirkt sich nun auch auf Deutschland aus – jedenfalls auf den Norden. Seit dem Vormittag sind die Flughäfen in Berlin geschlossen, voraussichtlich aber nur für wenige Stunden. Die Flughäfen in Hamburg und Bremen, die seit dem frühen Morgen geschlossen waren, sind inzwischen wieder geöffnet.

Die EU lobt das neue Herangehen, bisher ohne die weiträumigen Luftraumsperrungen wie nach dem Vulkanausbruch letztes Jahr. Man habe die Lehren gezogen, sagt der zuständige Kommissar Siim Kallas. Zuerst komme die Sicherheit: Aber es gebe jetzt ein abgestuftes Vorgehen und nicht mehr die eine Maßnahme, die gleichermaßen für alle gelte.

Die Flughäfen in Schottland und Nordengland sind nach der gestrigen Sperrung wieder offen. Trotzdem kommt es weiterhin noch zu Absagen und Verspätungen. Auch die Einschränkungen in Dänemark sind aufgehoben, ebenso die kurzzeitigen Schließungen vom Abend auf Island selber.

Die neue Vorgehensweise ist für Reisende aber auch nicht immer gut, meint Simon Calder, ein bekannter britischer Reisejournalist. Man wolle doch Gewissheit, sagt er – ist es nun sicher oder nicht: Einige Flugzeuge flögen jetzt aber, andere nicht, da seien manche Reisenden natürlich verunsichert.

Seit dem Wochenende wütet auf Island der Vulkan Grímsvötn. Der Ausbruch hat inzwischen aber deutlich nachgelassen. Laut isländischem Wetterdienst stößt der Vulkan seit Stunden keinen Rauch mehr aus. Das und anderes deute darauf hin, dass der Ausbruch vorbei sein könnte.