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Europäische Unterstützung für arabische Welt - mit Bedingungen

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Europäische Unterstützung für arabische Welt - mit Bedingungen

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Die Umwälzungen in der arabischen Welt stehen auch für die Vertreter der Europäischen Union beim Gipfel in Deauville ganz oben auf der Tagesordnung. Oft war der EU vorgworfen worden, bei den arabischen Nachbarn zu lange auf Stabilität gesetzt und dabei die Wünsche der Menschen nach mehr Freiheit und Demokratie vernachlässigt zu haben. Man wolle die demokratischen und wirtschaftlichen Bestrebungen der vierhundert Millionen Menschen dort unterstützen, sagt Herman van Rompuy, der Ratsvorsitzende der EU, dagegen jetzt ganz klar.

Die Entwicklung im arabischen Raum, so van Rompuy weiter, sei für die G8 wichtig – für Europa gehe es außerdem um die Nachbarn im Süden; man müsse ihnen zuhören und ihnen Unterstützung anbieten. Am Vortag hatte die EU ihre neue Nachbarschaftspolitik vorgestellt, wirtschaftliche Hilfe soll ab jetzt an politische Reformen geknüpft werden.

Unser Sondergesandter, Miguel Sardo, fügt hinzu, dass der G8-Gipfel für die Europäische Union auch eine perfekte Gelegenheit sei, ihre neue Nachbarschaftspolitik gegenüber Nordafrika und dem Nahen Osten der Welt vorzustellen. Klar zu machen, dass die EU jetzt verstärkt auf den Dialog mit der Zivilgesellschaft setzt.

Aber gleichzeitig, so Miguel, konzentrieren sich die Europäer hier auch auf den ‘arabischen Frühling’, weil sie damit die wirklich ärgerlichen Fragen, wie die Wirtschaft, vermeiden können.