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G-8-Länder treffen sich im französischen Deauville

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G-8-Länder treffen sich im französischen Deauville

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Im französischen Deauville trifft sich für zwei Tage die G-8-Gruppe, also die wichtigsten westlichen Länder und Russland.

In dem Badeort an der Kanalküste geht es um Themen wie die Wiederbelebung von Klimaverhandlungen oder um eine sichere Kernkraft nach der Havarie im japanischen Fukushima.

In Sachen Kernkraft steht Deutschland aber in diesem Kreis mit seinen Ausstiegsplänen allein da. Nach deutschen Angaben wurde aber vereinbart, dass die G-8-Länder ihre Kernkraftwerke regelmäßig überprüfen wollen – nach welchen Kriterien, bleibt noch unklar. Die deutsche Seite feiert das aber trotzdem als deutlichen Fortschritt.

Ein großes Thema für die G-8 sind auch die Umwälzungen im arabischen Raum. Der Gastgeber verteidigt das Vorgehen in Libyen: Hätte man dort nicht eingegriffen, sagt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, wäre die Stadt Bengasi jetzt von der Landkarte getilgt, durch den tödlichen Wahnsinn

eines Mannes.

Und er vergleicht die Lage vor dem Einschreiten mit dem bosnischen Srebrenica 1995, aus aktuellem Anlass der heutigen Festnahme des Mitverantwortlichen Ratko Mladic: Die Europäer, sagt Sarkozy, hätten die achttausend Toten dort nicht vergessen, die die Weltgemeinschaft doch eigentlich schützen wollte.

Den Teilnehmern des G-8-Treffens in Deauville steht

noch ein anstrengender Abend bevor, dazu morgen der halbe Tag, der wesentlich im Zeichen der Beziehungen zu Afrika stehen wird.

Mittags ist schon wieder Abreise, nach gut 24 Stunden. In einem halben Jahr sieht man sich aber in Frankreich wieder, im größeren Kreis der G-20. Deauville ist im November aber ganz klar zu kalt: Dann trifft man sich in Cannes.