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Krieg in Jemens Hauptstadt geht weiter

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Krieg in Jemens Hauptstadt geht weiter

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Sanaa droht sich in ein Schlachtfeld zu

verwandeln. Seit Montag wurden in der jemenitischen Hauptstadt nach

inoffiziellen Schätzungen mehr als 80 Menschen getötet.

Besonders heftig sind die Kämpfe zwischen der Armee und dem Al-Ahmar-Klan. Inzwischen versucht die Armee auch, den Gebäudekomplex des Stammesführers zu stürmen.

Denn Al-Ahmar, der zum selben Stamm wie der Präsident gehört, fordert die Abdankung Salehs. Er glaubt aber nicht, dass dieser mit Gesprächen zum Rückzug zu bewegen ist.

“Gespräche mit Präsident Ali Abdullah Saleh bringen gar nichts. Er ist ein Lügner, ein Lügner, ein Lügner.

Das Volk unterstützt uns, Allah unterstützt uns. Sie unterstützen uns, weil Saleh dreißig Jahre lang ungerecht war. Und er gilt als der größte von allen Lügnern auf der Welt.”

Saleh regiert das Land seit zweiunddreißig Jahren.

Zwar gibt es eine von den Golfstaaten initiierte Einigung über eine Machtübergabe an die Opposition – Saleh hat die Unterzeichnung aber bereits mehrmals platzen lassen.