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Georgien: Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten vor

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Georgien: Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten vor

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Mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern sind in Georgien Sondereinheiten der Polizei gegen Regimekritiker vorgegangen.

Rund 5 000 Demonstranten hatten sich vor dem Parlamentsgebäude und dem Gebäude des staatlichen Fernsehens in der Hauptstadt Tiflis versammelt und den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili gefordert. Augenzeugen berichteten, die Sicherheitskräfte seien brutal gegen die Aktivisten vorgegangen und hätten Schlagstöcke gegen am Boden liegende Menschen eingesetzt. Zahlreiche Demonstranten wurden festgenommen.

Seit mehreren Tagen rufen oppositionelle Gruppierungen immer wieder zu Protesten auf. Seit Mittternacht gilt in Georgien ein Demonstrationsverbot. Die Opposition wirft Saakaschwili einen autoritären Führungsstil vor. Der georgische Präsident ist seit der so genannten Rosenrevolution im Jahr 2003 an der Macht.