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G-8-Länder wollen arabischen Demokratien helfen

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G-8-Länder wollen arabischen Demokratien helfen

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Der zweite Tag des G-8-Treffens in Deauville gehörte vor allem den Umwälzungen im arabischen Raum. Für Tunesien und Ägypten sind umfangreiche Hilfen geplant. Etliche Milliarden sollen in unterschiedlicher Form fließen, über Einrichtungen wie den Internationalen Währungsfonds.

Diese Länder hätten viel zu verkraften, sagt dessen zuständiger Vertreter Massud Achmed: Höhere Preise für Lebensmittel und Treibstoff, höhere Kosten fürs Geldleihen, weniger Tourismus. Kurzfristig bräuchten sie daher Finanzhilfen für ihre Zahlungsbilanz. Das sei eine Sache für den IWF.

Auch europäische Länder und Einrichtungen sind bei der Hilfe für die neuen arabischen Demokratien dabei. Es gehe aber nicht nur um die Wirtschaft, sagt EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso; sondern darum, sich mehr auf die Gesellschaft dort einzulassen. Alles müsse getan werden, um diesen “arabischen Frühling” zu unterstützen.

Gegenüber Libyen verlangte die G-8, Machthaber Muammar Gaddafi müsse endlich zurücktreten. Syrien forderten sie auf, Gewalt und

Einschüchterung gegenüber Demonstranten einzustellen und endlich Reformen zuzulassen.