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Anblick Schwuler traumatisiert russische Kinder

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Anblick Schwuler traumatisiert russische Kinder

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In Moskau hat die russische Polizei bei Protesten von Schwulen und Lesben mindestens 34 Aktivisten und einige Homosexuellen-Gegner festgenommen.

Einige Demonstranten versammelten sich trotz eines Verbotes und riefen “Russland ohne Homophobie”.Die Gruppe wurde dann von Nationalisten angegriffen,- die Polizei trennte die Lager gewaltsam. Auch ausländische Aktivisten waren unter den Festgenommenen. Gay-Aktivist Peter Tatchell:“Das Verbot der Gaypride in Moskau schockiert uns besonders, weil es doch die Moskauer waren, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis standhielten, die gegen Juden und Homosexuelle vorgingen und heute kollaboriert der Moskauer bürgermeister selbst mit Neo-Nazis.”

Die Stadtverwaltung hatte die Aktion mit Verweis auf die internationale Kinderschutzkonvention verboten. Kinder könnten beim Anblick von Homosexuellen traumatisiert werden, hieß es in der Begründung.

Ein Gegendemonstrant argumentiert:“Unser Land sollte ein normales Land bleiben. Eine ordentliche Familie sollte aus, Frau und Mann bestehen. Nicht aus Mann und Mann.”

Damit verbietet die Stadt Moskau auch unter dem neuen Bürgermeister Sergej Sobjanin, trotz einer Geldstrafe des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, weiterhin jegliche Schwulenparaden.

Sobjanins Vorgänger Luschkow hatte Homosexualität sogar als krankhaft und satanisch bezeichnet.