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G8 - Marshall-Plan für Nordafrika und Nahost

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G8 - Marshall-Plan für Nordafrika und Nahost

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Geld gegen Reformen – das ist der Deal, den die führenden Industriestaaten und Russland den Staaten des arabischen Frühlings anbieten. So werdendie demokratischen Reformen in Tunesien und Ägypten mit bis zu 28 Milliarden Euro an Krediten belohnt. Man wolle eine Partnerschaft mit Nordafrika und dem Nahen Osten, hieß es zum Ende des G8 Gipfels in Deauville, Frankreich, der arabische Frühling sei ein Umbruch, vergleichbar mit dem Fall der Mauer in Berlin.

Jonathan Charles, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung:

“Wir klären im Moment die Bedürfnisse. Aber eins ist klar: die Bedürfnisse sind enorm. Bevor wir Geld geben, müssen diese Länder aber auch zeigen, dass sie auf einem demokratischen Weg sind. Demokratischer Fortschritt muss zu sehen sein. Das spielt alles eine Rolle beim Entscheidungsprozess.”

Die Kredite kommen von internationalen Finanzorganisationen wie der Europäischen Investitionsbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung oder dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Deutschland werde versuchen, bis zu 5000 Ausbildungsplätze und 10 000 neue Arbeitsplätze in Ägypten zu schaffen – das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an.

Laut IWF benötigen die Länder im Nahen Osten und in Nordafrika in den kommenden zwei Jahren insgesamt mehr als 110 Milliarden Euro.