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Israel in Sorge über Grenzöffnung

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Israel in Sorge über Grenzöffnung

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Israel hat besorgt auf die Öffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen reagiert. Tel Aviv befürchtet, dass sich die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas nun leichter mit Waffen eindecken kann.

Die Hamas begrüßte die Öffnung. Allerdings brauchen Palästinenser unter 40 eine Sondergenehmigung aus Ägypten, um einzureisen.

Mohammed Zoaroub ist 66 Jahre alt und hat Probleme mit den Nieren. Er erklärt: “Jetzt kann ich zu meinem Arzt nach Ägypten ohne große Probleme. Vorher musste ich immer bestimmte Tage abwarten. Es war sehr schwierig. Mehr als vier Jahre lang war der Grenzübergang geschlossen und wurde nur ab und zu geöffnet.”

Ägypten hat seine Außenpolitik nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar neu ausgerichtet. Mubarak hatte die israelische Blockade des Gazastreifens unterstützt.

Auch die Palästinenserin Azziza Mohamed ist gleich am ersten Tag über die Grenze gereist. Sie sagt: “Wir haben schon so lange darauf gewartet. Die Revolution in Ägypten hat uns das ermöglicht. Ich danke unseren ägyptischen Freunden.”

Israel beklagte, man beobachte einen ersten Schritt in Richtung einer neuen regionalen Ordnung, die sehr problematisch sei.