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Al-Kaida-Kämpfer kontrollieren Stadt im Jemen

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Al-Kaida-Kämpfer kontrollieren Stadt im Jemen

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Bei Protesten gegen den jemenitischen Staatspräsidenten Ali Abdullah Salih sind in der südjemenitischen Stadt Tais mindestens 15 Menschen getötet worden. Beobachter gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch ansteigen dürfte. Mehrere hunderte Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Die Regierungstruppen hatten wahllos in die Menge der demonstranten geschossen.

Der ehemalige Verteidigungsminister General Abdullah Ali Aleiwa warf der Regierung vor, in einigen Provinzen Waffen an “Verbrecher, Saboteure und Terroristen ausgegeben”. Er rief die Truppen dazu auf, Befehle zu verweigern und nicht gegen andere Soldaten oder gegen das Volk vorzugehen.

Die südjemenitsche Küstenstadt Zinjibar soll weitgehend unter der Kontrolle von Islamisten und Al-Kaida-Anhänger sein. Am Freitag hätten rund 300 bewaffnete Islamisten die Macht übernommen, berichten Bewohner. Die Opposition wirft Präsident Salih vor, die Stadt absichtlich den Extremisten überlassen zu haben, um Furcht zu schüren und daraus politisches Kapital schlagen.