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Jemen: Weiter Gewalt gegen Demonstranten

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Jemen: Weiter Gewalt gegen Demonstranten

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In Jemen geht die Polizei weiter mit Gewalt gegen Demonstranten vor. In der Stadt Tais im Süden des Landes wurden nach Angaben aus Krankenhäusern mehrere Menschen getötet, dazu weit über hundert verwundet. Offenbar ging die Polizei gegen eine Menschenmenge vor, die die Freilassung eines festgenommenen Demonstranten gefordert hatte.

Widerstand gegen den Langzeitpräsidenten Ali Abdullah Salih macht sich jetzt auch in der Armee breit. Man verurteile das Vorgehen der Machthaber, sagt Abdullah Ali Aleiwa, ein ehemaliger Verteidigungsminister. Die Regierung habe in einigen Provinzen Waffen ausgegeben an Verbrecher, Saboteure und Terroristen. Er rief die Truppen dazu auf, Befehle zu verweigern und nicht gegen andere Soldaten oder gegen das Volk vorzugehen.

In der Hauptstadt Sana trat ein Waffenstillstand in Kraft zwischen der Armee und der Miliz von Sadik Achmar, einem wichtigen Stammesführer. Bei den Kämpfen wurden letzte Woche über einhundert Menschen getötet. Allerdings waren am Abend in Sana mehrere Explosionen zu hören, offenbar in der Gegend, wo Achmar seinen Sitz hat. Näheres ist nicht bekannt.