Eilmeldung

Eilmeldung

Religiöse Führer bekennen sich zu Toleranz und Religionsfreiheit

Sie lesen gerade:

Religiöse Führer bekennen sich zu Toleranz und Religionsfreiheit

Schriftgrösse Aa Aa

Repräsentanten der großen Religionen und Spitzenvertreter der Europäischen Union haben sich zu wechselseitiger Toleranz und zur Freiheit religiöser Minderheiten bekannt.

Das siebte dieser jährlichen Treffen fand vor dem Hintergrund der Umwälzungen in Nordafrika und der Festnahme des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic statt.

Diesbezüglich musste der Pariser orthodoxe Metropolit auch beantworten, wie die Kirche zu damaligen Segnungen der serbischen Soldaten steht, bevor diese auf Zivilisten losgingen.

“Leider wurde die Religion manipuliert. Aber die Segnung einer Person heißt nicht, dass die religiöse Gemeinschaft dieser Person einen Freibrief ausstellt.”

In Bezug auf den Arabischen Frühling sagte der Präsident des Europäischen Rats, Herman van Rompuy, dass dieser beweise, dass es keinen Widerspruch zwischen dem Islam und der Demokratie gibt.

“Diese Entwicklungen sind nicht das Werk von Fanatikern oder Extremisten. Ganz im Gegenteil: sie beweisen, dass es keinen Widerspruch zwischen dem Islam und der Demokratie gibt, genauso wenig wie bei anderen Religionen. Unsere Werte verlieren auch nicht an Gültigkeit. Es ist deshalb nicht an der Zeit für die Europäer, weniger offen zu sein, weniger tolerant, egoistischer oder materialistischer oder sogar rassistischer.”

Die Zusammenarbeit von EU und religiösen Gemeinschaften hat neben dem Aufbau demokratischer Gemeinschaften auch Gesundheit und Bildung zum Gegenstand.