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Wahlen in Italien: Niederlage für Berlusconi

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Wahlen in Italien: Niederlage für Berlusconi

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Die italienische Linke hat Grund zum Feiern: Im zweiten Durchgang der Provinz- und Kommunalwahlen konnte sie die beiden wichtigsten Städte Mailand und Neapel für sich gewinnen. In Mailand versammelten sich Hunderte Anhänger des linken Herausforderers Giuliano Pisapia und bejubelten seinen Sieg.

Auf den Anwalt Pisapia entfielen 55,1 Prozent der Stimmen in der Wirtschaftsmetropole. Damit liegt er klar vor der bislang regierenden Bürgermeisterin der Mitte-Rechts-Allianz, die auf knapp 45 Prozent kam. Pisapia hatte schon im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen geführt.

Auch in der dritt größten italienischen Metropole Neapel wurde ausgiebig gefeiert: Hier konnte die Linke ihre Führung verteidigen, die sie seit 18 Jahren innehat – und das noch dazu überraschend deutlich: Ihr Kandidat Luigi Di Magistris errang fast 66 Prozent der Stimmen. Sein konservativer Herausforderer, der nach der ersten Wahlrunde noch in Führung gelegen war, kam auf nur 35 Prozent.

Er ist der große Verlierer: Regierungschef Silvio Berlusconi hatte die Wahlen vor allem in seiner Heimatstadt Mailand zum Test für seine Regierung erklärt. Zwar erklärte er, auch bei einer Niederlage werde es keine Regierungskrise geben, die Linke jedoch sieht das Wahlergebnis als Signal für einen Aufbruch – ohne Berlusconi.