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Zumas Libyenvermittlung wenig aussichtsreich

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Zumas Libyenvermittlung wenig aussichtsreich

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Der südafrikanische Staatspräsident Jacob Zuma ist am Montag in der libyschen Hauptstadt Tripolis eingetroffen. Zuma wurde am Flughafen von Ministerpräsident Al-Baghdadi al-Mahmudi und von Innenminister Abdelati al-Obeidi empfangen. Der südafrikanische Präsident will zwischen Aufständischen und Revolutionsführer Gaddafi vermitteln. Angeblich soll es dabei auch um eine mögliche “Exit-Strategie” für Gaddafi gehen. Beobachter schätzen die Aussichten für einen Erfolg Zumas eher gering ein, da die Aufständischen auf dem Rücktritt Gaddafis bestehen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Jana meldet wurden bei einem NATO-Luftangriff auf das Gebiet von Wadi Kaam bei Zliten elf Zivilisten getötet. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sieht das Bündnis kurz vor dem Erfolg: “In nur zwei Monaten haben wir signifikante Fortschritte gemacht. Gaddafis Terrorherrschaft steht vor dem Ende. Er ist zu Hause und im Ausland zunehmend isoliert”, sagte Rasmussen auf einem NATO-Forum im bulgarischen Varna. Beobachter hingegen verweisen darauf, dass sich der libysche Revolutionsführer trotz über 2500 NATO-Luftangriffen noch immer an der Macht hält. Dem Bündnis gingen langsam die Ziele aus.

In Tripolis drohte eine bislang unbekannte “Rote Brigade der Jugend des 17. Februars” in einer Nachricht Waffengewalt einzusetzen, falls Demonstrationen weiter unterdrückt würden.