Eilmeldung

Eilmeldung

Ehec-Erreger trifft Gemüsebauern ins Mark

Sie lesen gerade:

Ehec-Erreger trifft Gemüsebauern ins Mark

Schriftgrösse Aa Aa

30.000 frisch geerntete niederländische Gurken landen im Müll. Denn der Markt dafür ist weg. Gemüse für rund 10 Millionen Euro verlässt die Niederlande täglich in Richtung Deutschland, aber dort ist – wie auch anderswo – die Nachfrage nach Gemüse eingebrochen.

“Ich verstehe die Behörden der einzelnen Staaten in der EU oder außerhalb sehr gut, so der EU-Agrarkommissar. Sie haben Angst um die Sicherheit ihrer Bürger, deshalb unternehmen sie alles, um diese Sicherheit zu gewährleisten. Aber es ist wichtig, dass diese Maßnahmen in einem angemessenen Verhältnis stehen.”

Spanien und die Niederlande wollen nun die EU um Hilfe bitten. Vor allem Deutschland ist für die beiden Länder ein wichtiger Handelspartner für Agrarprodukte. Dieser Landwirt hofft deshalb auf eine schnelle Lösung des Problems.

“Sie müssen so schnell wie möglich herausfinden, wo die Infektion herkommt. Das ist die einzige Lösung. Wir möchten beweisen, dass unsere Produkte sauber sind. Aber so lange der deutsche Verbraucher nicht weiß, wo die Infektion herkommt, wird er uns nicht glauben.”

Zur Beruhigung der Verbraucher isst er eine Gurke – genau so wie die andalusische Ministerin für Landwirtschaft. Dort sind die beiden Betriebe ansässig, von denen die ersten kontaminierten Gurken gekommen sind. Die Ministerin hatte erst gestern die Maßnahmen Deutschlands und anderer Länder verurteilt.

Die deutschen Behörden erklärten unterdessen, der auf den Gurken gefundene Ehec-Erreger sei offenbar nicht die Quelle für den beispiellosen Ausbruch an Infektionen mit dem Darmkeim.