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Immer noch mehr Gewalt gegen Demonstranten in Jemen

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Immer noch mehr Gewalt gegen Demonstranten in Jemen

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Die Gewalt in Jemen lässt sich immer noch steigern:

In der Stadt Tais gingen offenbar Soldaten gegen eine Demonstration vor. Sanitätern zufolge wurden mindestens fünfzehn Menschen getötet. Die Stadt Sindschibar und ihre Umgebung wurden sogar von Armeeflugzeugen angegriffen.

Für Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih ist klar: Diejenigen, die Veränderungen verlangten, stünden für Zerstörung und Diebstahl. Ihre Revolution sei eine zerstörerische Revolution, sagt er; geführt würden sie von korrupten Deserteuren aus der Armee.

In der Hauptstadt Sana demonstrierten Hunderte von Salih-Gegnern zur Unterstützung für die Menschen in Tais. Eine Waffenruhe zwischen der Armee und der Miliz eines wichtigen Stammesführers ist laut Augenzeugen bereits wieder gebrochen worden.

Der Präsident regiert das Land seit über dreißig Jahren: Bei den Protesten gegen seine Herrschaft wurden in den letzten Monaten rund dreihundert Menschen getötet.

Alle Versuche, ihn zum Rücktritt zu bewegen, sind gescheitert. Mehrere Male sagte Salih zu, ein Kompromissabkommen über seinen Rückzug zu unterschreiben: In letzter Minute fand er aber immer wieder einen Grund, die Unterzeichnung platzen zu lassen.