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Ruby-Prozess in Mailand fortgesetzt

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Ruby-Prozess in Mailand fortgesetzt

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Vor einem Gericht in Mailand findet die zweite Verhandlung in der so genannten Ruby-Affäre statt.

Die Justiz wirft dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi Prostitution mit der im Vorwurfszeitraum minderjährigen Karima El Mahroug vor. Berlusconi, der sich zur Zeit zu einem offiziellen Besuch in Rumänien aufhält, hat die Vorwürfe zurückgewiesen und behauptet, er habe der jungen Frau Geld gegeben, damit sie sich nicht prostituieren müsse. Die italienischen Medien befassen sich unterdessen vor allem mit der schweren Schlappe, die Berlusconi und seine Mitte-Rechts-Regierung bei der Kommunalwahl hinnehmen mussten. Mailand, die Hochburg des Ministerpräsidenten, ging erstmals nach fast zwei Jahrzehnten an die Linke. Auch in Neapel, der drittgrößten Metropole des Landes, siegte die Opposition. Neuer Bürgermeister Mailands ist Giulano Pisapia. Die Opposition sieht den Sieg als Zeichen für das Ende der Ära Berlusconi in Italien.