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Spanien prüft Schadensersatzklage gegen Deutschland

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Spanien prüft Schadensersatzklage gegen Deutschland

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Wegen der EHEC-Epedemie haben Gemüsebauern in ganz Europa erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, besonders in Spanien. Die spanische Regierung will auf EU-Ebene Entschädigungen für alle europäischen Landwirte verlangen. Außerdem prüft Madrid Schadensersatzansprüche gegen Deutschland. Sechs bis acht Millionen Euro verlieren Spaniens Bauern pro Tag.

Weder die deutsche Regierung noch die EU hätten bestätigt, dass die belasteten Gurken tatsächlich aus Spanien stammten, kritisiert die andalusische Landwirtschaftsministerin Clara Aguilera eine Stellungnahme der Hamburger Gesundheitssenatorin.

Spanien findet, man müsse die Ursache der Infektionen in Deutschland suchen, nicht in Spanien. In Hamburg war der Erreger auf Gurken aus Südspanien gefunden worden. Allerdings ist unklar, ob die Gurken bereits bei der Produktion oder später auf dem Transport oder bei der Lagerung in Deutschland kontaminiert wurden.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde mußte jetzt eingestehen, dass der auf den spanischen Gurken in Hamburg entdeckte EHEC-Erreger nicht mit dem Erreger übereinstimmt, der auf den Stuhlproben der Patienten isoliert wurde.

Auch in Schweden und dem spanischen Baskenland gibt es jetzt EHEC-Fälle; es handelt sich um Personen, die sich in Deutschland aufgehalten hatten.