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EHEC-Infektionen steigen rapide an

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EHEC-Infektionen steigen rapide an

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Die Europäische Union erwartet bei der Suche nach dem Grund für die Infektionen mit dem Durchfall-Erreger EHEC rasche Aufklärung aus Deutschland. Der Ausbruch der Krankheit ist nach derzeitigen Erkenntnissen geografisch mit einer Gegend um die Stadt Hamburg verbunden. In Deutschland sind bislang zehn Opfer zu beklagen, deren Todesursache eindeutig auf den EHEC-Keim zurückgeht. “Nach jüngsten Informationen aus Deutschland scheint die Zahl neuer Infektionen zu sinken”, so EU-Gesundheitskommissar John Dalli am Mittwochvormittag in Brüssel. “In den vergangenen Tagen sind weniger Patienten in Krankenhäuser eingewiesen worden als zuvor. Die Suche nach den Quellen der Infektionen wird fortgesetzt. Den Import bestimmter Produkte zu stoppen, ist unverhältnismäßig.” Die jüngsten Entwicklungen scheinen dem Gesundheitskommissar jedoch zu widersprechen: Die Zahl der Erkrankungen steigt rapide an, in Deutschland sind alle Bundesländer von EHEC betroffen. Besonders viele Fälle gibt es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Umweltministerin Spaniens, Rosa Aguilar, forderte Deutschland auf, Verantwortung für Schäden zu übernehmen, die spanische Produzenten erlitten hätten: “Wir wollen Entschädigungen für die beträchtlichen Schäden, die entstanden sind”, fügte sie hinzu. Klar ist inzwischen, dass die Erreger, die auf spanischen Gurken gefunden wurden, von einem anderen EHEC-Typ als jenem stammen, der zur Zeit in Deutschland grassiert. Während in deutschen Laboratorien außer Gurken und Salat auch Erdbeeren und Petersilie getestet werden, wird die Unsicherheit bei den Verbrauchern immer größer.