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IAEA: Japan hat Tsunami-Gefahr unterschätzt

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IAEA: Japan hat Tsunami-Gefahr unterschätzt

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Jetzt ist es amtlich: Japan hat die Gefahr von Tsunamis für das Küstengebiet unterschätzt. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sieht in der 14 Meter hohen Welle die Ursache für die Atom-Katastrophe in Fukushima.

Doch es gab auch Lob, der Umgang Japans mit der Katastrophe war nach Einschätzung der Experten beispielhaft. Gleichzeitig foderten sie die Schaffung einer unabhängigen Atomaufsicht. Der Chef des IAEA-Teams, Michael Weightman, erklärte: “Man kann Atomkraftwerke gegen Naturkatastrophen absichern, doch man muss diese Ereignisse gut einschätzen und vorhersagen können. Dabei ist weniger der Zeitpunkt sondern vielmehr das Ausmaß entscheidend.”

Die Nordostküste Japans war am 11. März von einem Erdbeben der Stärke 9 erschüttert worden. Die bis zu zehn Meter hohen Tsunami-Wellen beschädigten das Atomkraftwerk Fukushima. Noch immer tritt aus der Atomruine radioaktive Strahlung aus. Wann die Anlage unter Kontrolle gebracht werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.