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Weißrussland in Finanznot - IWF soll helfen

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Weißrussland in Finanznot - IWF soll helfen

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Das vor dem Staatsbankrott stehende Weißrussland hat den Internationalen Währungsfonds um einen neuen Milliardenkredit gebeten. Nach offiziellen Angaben aus Minsk seien bis zu 5,5 Milliarden Euro nötig, um den weißrussischen Rubel und die Wirtschaft zu stabilisieren. Das Land ist vom Westen wegen seiner undemokratischen Staatsführung mit Sanktionen belegt.

Die Inflation in Weißrussland wird mit 39 Prozent angegeben, vermutlich ist sie doppelt so hoch. Vor einer Woche wurde die Währung um 56 Prozent abgewertet. Als Folge hatten viele Weißrussen etwa Geschäfte mit Elektronikgeräten leer gekauft.

Konvertierbare Währung wie etwa Dollar und Euro werden nicht gehandelt.

Die Einkommen haben innerhalb einer Woche mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Mit einer Kommandowirtschaft reguliert die Regierung die Preise für bestimmte Lebensmittel.

Der Westen und Russland fordern von dem mit autoritärerer Hand regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko eine durchgreifende Privatisierung der teils wie zu kommunistischen Zeiten geführten Staatsbetriebe. Der als “letzter Diktator Europas” kritisierte Lukaschenko hatte einen – so wörtlich – “räuberischen Ausverkauf seines Landes” abgelehnt. Er versprach, die Lage in den Griff zu bekommen.

Weißrusslands Verhältnis zu EU und USA hatte sich nach den jüngsten Übergriffen auf die Opposition in Minsk deutlich verschlechtert.