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EHEC-Erkrankungen breiten sich weiter aus

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EHEC-Erkrankungen breiten sich weiter aus

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Die Erkrankungen durch den Darmkeim in Deutschland breiten sich weiter aus. In Hamburg und den benachbarten Bundesstaaten Niedersachsen und Schleswig-Holstein melden die Behörden deutlich mehr Fälle.

Der Ruf nach Blutspenden wird laut; die Patienten brauchen oft enorm viel Blut. Hamburgs Oberste wollen beim Blutspendetermin ein gutes Beispiel bieten. Das Vorgehen ihrer Behörden gleich nach Bekanntwerden der ersten Fälle verteidigen sie:

“Wir hätten immer unseren EHEC-Befund melden müssen, in Deutschland an alle Behörden und an die EU”, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. “Und diese Gurken müssen aus dem Verkehr

gezogen werden. Und wenn weiter EHEC-befallene Gurken dort produziert werden, dann muss der spanische Staat da auch einschreiten.”

Nach der Entwarnung für spanische Gurken hält die Regierung dort nun aber erst recht fest, dass spanische Erzeugnisse sicher seien. Schließlich gebe es in Spanien auch nur zwei Patienten, und beide seien zuvor in Hamburg gewesen.

Bei der EU will Spanien Entschädigungen für seine Bauern erreichen. Man mache das nicht um seiner selbst willen, sagt Vizeregierungschef Alfredo Perez Rubalcaba; sondern weil es um Gerechtigkeit gehe.

Die europaweite Warnung vor spanischen Gurken ist inzwischen aufgehoben worden. Auf der Suche nach der Herkunft des Erregers tappen die Forscher nun wieder im Dunkeln. Solange die Quelle nicht bekannt ist, sind auch weitere Infektionen jederzeit möglich. Erst in ein paar Tagen weiß man, ob vielleicht die Warnungen vor rohem Gemüse geholfen haben.