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Gurken-Krise verschafft Europas Landwirten Millionenverluste

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Gurken-Krise verschafft Europas Landwirten Millionenverluste

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Das EHEC-Bakterium verdirbt derzeit vielen Europäern den Appetit auf frisches Gemüse. Auch wenn sich der Anfangsverdacht gegen Gurken aus Spanien als falsch herausstellte, so wird Gemüse von dort derzeit gemieden. Nicht nur in Deutschland, sondern wie hier auch in Madrid.

Die Kunden sagten zwar nichts, wollten aber keine Gurken mehr, sagt ein Händler. Dabei sei jetzt Gurken- und Salatsaison, aber verkauft werde nichts.

Nach Angaben von Bauernverbänden ging in Europa der Verzehr von Gurken um 80 bis 90 Prozent zurück. Inzwischen verschmähen die Verbraucher auch Tomaten, Auberginen und Paprika.

Die finanziellen Folgen der Krise sind sofort spürbar, denn Frischgemüse lässt sich nicht lange lagern. Die größten Verlusten fielen bislang in Spanien an, nämlich rund 30 Millionen Euro pro Tag.

Erst mit weitem Abstand folgen die Einbußen von Züchtern im übrigen Westeuropa. In Deutschland verlor die Branche bislang knapp vier Millionen Euro täglich.

In Frankreich verschärfte die Gurken-Krise noch die ohnehin angespannte Lage der Landwirte. Durch die seit Wochen anhaltende Trockenheit wurde die Branche bereits empfindlich getroffen.

Wann das Vertrauen der Verbraucher wieder hergestellt sein wird, darüber will derzeit kein Experte spekulieren.