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Jemen: Saleh schwört nach Angriff Rache

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Jemen: Saleh schwört nach Angriff Rache

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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist bei einem Angriff auf seine Residenz offenbar leicht verletzt worden. Erste Meldungen der Opposition vom Tod des Staatschefs wurden dementiert. Eine angekündigte Ansprache Salehs blieb allerdings aus – wegen mehrerer Schrammen des Staatschefs, wie der stellvertretende Informationsminister sagte: “Die angekündigte Pressekonferenz ist verschoben worden. Ali Abdullah Saleh wird sich mit Gottes Hilfe wieder erholen und sich vor allen Menschen zeigen. Da ist nichts, das seine Gesundheit beeinträchtigen könnte.”

Stattdessen wurde eine Audiobotschaft veröffentlicht, in der Saleh den rivalisierenden Al-Ahmar-Clan beschuldigte und ankündigte, diesen, so wörtlich, zu “vernichten”. Saleh und andere Politiker waren zum Gebet in der Moschee neben der Residenz, als die Granaten einschlugen. Sieben Menschen wurden getötet. Zuvor hatten sich Regierungstruppen und Angehörige des Al-Ahmar-Clans heftige Gefechte geliefert, seit sich der Stamm mit den regierungskritischen Demonstranten solidarisiert hatte. Die EU-Kommission kündigte an, dafür zu sorgen, dass EU-Bürger so schnell wie möglich aus dem Jemen ausgeflogen werden können.