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Portugal-Wahl im Schatten des Sparzwangs

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Portugal-Wahl im Schatten des Sparzwangs

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Unter dunklen Vorzeichen gehen die Portugiesen in die Parlamentswahlen am Sonntag. Dem Land geht es schlecht, die Wirtschaft liegt am Boden, der Staatsbankrott konnte nur knapp vermieden werden, nun jagt ein Sparpaket das nächste. Über ein solches Sparpaket ist auch Noch-Regierungschef José Socrates gestolpert: Er warf im März das Handtuch, nachdem seine sozialistische Minderheitsregierung keine Parlamentsmehrheit für die Sparpläne fand.

Nun tritt er wieder an und seine Chancen stehen erstaunlicherweise gar nicht so schlecht. Laut Umfragen liegt er derzeit bei 31 Prozent, nur rund fünf Prozentpunkte hinter Pedro Passos Coelho von der konservativen PSD. Aber wer auch immer gewinnt – die eigentlichen Probleme dürften nach der Wahl beginnen: Eine absolute Mehrheit wird wohl niemand erringen und die Parteien sind derart zerstritten, dass eine Koalitionsbildung zu einer wahren Herkulesaufgabe zu werden droht.