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Gates zum Abschiedsbesuch in Afghanistan

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Gates zum Abschiedsbesuch in Afghanistan

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Der scheidende US-Verteidigungsminister Robert Gates ist zum Abschiedsbesuch nach Afghanistan gekommen. Er übergibt Ende des Monats sein Amt an den bisherigen CIA-Chef Panetta.

Auch wenn die USA im Juli mit ihrem Truppenabbau in Afghanistan beginnen wollen, riet Gates, die derzeitige Strategie bis zum Jahresende beizubehalten und dann zu bewerten. Wie schon zuvor bei einer internationalen Sicherheitskonferenz in Singapur stellte er politische Gespräche mit den Taliban in Aussicht.

Von Afghanistan selbst forderte er mehr Anstrengungen: Während das internationale Engagement stark und dauerhaft sei, habe es doch seine Grenzen bei Zeit und Ressourcen. Für den Erfolg des kommenden Übergangs müssten Afghanistans Regierung und Sicherheitskräfte willens sein, mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen, um ihr Land zu regieren und zu verteidigen.

Gates bedauerte ausdrücklich, dass bei den Einsätzen der Internationalen Schutztruppe Zivilisten ums Leben kamen. Für Verhandlungen mit den Taliban machten er wie Präsident Karzai allerdings zur Bedingung, dass diese die Waffen niederlegen, sich von Al-Kaida lossagen und die afghanische Verfassung anerkennen.