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Hague zu Besuch in Bengasi

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Hague zu Besuch in Bengasi

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Großbritanniens Außenminister William Hague hat überraschend die libysche Rebellenhochburg Bengasi besucht. Er wollte dort den Vorsitzenden des Übergangsrates und weitere Regimegegner treffen. Ziel sei es, dem libyschen Volk und dem Übergangsrat Unterstützung zu demonstrieren, erklärte Hague.

Zunächst einmal nahm der Minister ein Bad in der Menge. Bei den Gesprächen mit den Politikern soll es um das Treffen der Libyen-Kontaktgruppe in der nächsten Woche in Abu Dhabi gehen.

In der Nacht zuvor hatte die NATO erstmals britische und französische Kampfhubschrauber zum Beschuss libyscher Ziele eingesetzt. Die Hubschrauber sind wendiger und präziser als die höher fliegenden Kampfflugzeuge, die bisher im Einsatz waren. Allerdings ist auch das Risiko für die Soldaten höher. Die NATO hatte in dieser Woche ihre Mission um 90 Tage verlängert.

Auch im vierten Monat der Rebellion haben die Aufständischen es trotz wichtiger Geländegewinne im Osten und Westen nicht geschafft, nach Tripolis vorzustoßen. Auf diplomatischer Ebene haben sie Erfolge zu verzeichnen: Frankreich, Italien und Großbritannien sehen den Übergangsrat als Ansprechpartner in Libyen an, und erstmals bestätigte China in dieser Woche Kontakte mit den Rebellen.