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Kein Frei-Tag am Freitag - als Signal für Ägyptens Wirtschaft

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Kein Frei-Tag am Freitag - als Signal für Ägyptens Wirtschaft

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Nach dem Freitagsgebet ist in Ägypten Schluss mit der Arbeitswoche. Da geht man nach Hause oder vielleicht noch auf den Tahrir-Platz und demonstriert aus Gewohnheit.

Einige Kairoer online-Aktivisten und das Ministerium für Informationstechnologie haben ein paar tausend Arbeitnehmer in einem Technologiepark dazu gebracht, am Freitag arbeiten zu gehen.

Oracle-Mitarbeiterin Becky Bard:

“Mich beeindruckt diese Initiative ziemlich. Zurück zum Arbeitsplatz, und das an einem Freitag – da ist in Ägypten Wochenende. Alles wartet tagelang auf diesen Freitag, dann lehnt man sich zurück und entspannt. Aber diese Initiative und die Menschen, die den Willen dazu aufbringen – ganz schön beeindruckend.”

Ägypten soll nach Monaten im Ausnahmezustand wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen, so die Botschaft.

“Freitag der Arbeit” nennen sie ihren Eisatz, nach Monaten der “Freitage der Wut” oder “Freitage der Befreiung.”

Yasser Al Kadim, Chef der staatlichen Information Technology Industry Development Agency:

“An die Arbeit,” das ist die Botschaft. Nicht, ob man den Tahrir-Platz verlassen soll oder auch nicht. Die Botschaft heißt “arbeiten”. Aus unserer Revolution soll am Ende das Richtige herauskommen.”

Demonstranten hatten ab Ende Januar gut zwei Wochen lang den Tahrirplatz in Kairo besetzt, bis Präsident Hosni Mubarak seinen Stuhl räumte. Noch hat die Wirtschaft den Umbruch nicht verkraftet.