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Vitaminreiche Ladenhüter: EHEC setzt auch Gemüsehändlern zu

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Vitaminreiche Ladenhüter: EHEC setzt auch Gemüsehändlern zu

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Statistisch ist das Risiko, sich beim Verzehr von Gemüse den potentiell tödliche EHEC-Erreger einzufangen, zwar verschwindend gering. Doch die Verbraucher in Deutschland meiden Obst und Gemüse derzeit wie der Teufel das Weihwasser. Und die Angst der Menschen vor EHEC bringt Gemüsebauern zunehmend in Bedrängnis.

Der Verband der Gemüsebauern in Deutschland schätzt den Schaden der Mitglieder auf eine Million Euro am Tag. Allein die niedersächsische Gartenbauzentrale Papenburg, der größte deutsche Salatgurkenvertrieb, vernichtete bereits mehr als zwei Millionen Gurken. 18 Tote hat die Darmkrankheit bisher gefordert. Dazu gibt es in Deutschland über 1200 bestätigte Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet vor allem die besondere Aggressivität des Erregers mit Sorge. Die Epidemiologien Andrea Ellis von der WHO sagte: “Das Ungewöhnliche ist, dass die Anzahl von Menschen mit ernsthaften Problemen höher ist, als wir angenommen hatten.

Normalerweise erwarten wir so etwas vor allem bei Kindern und alten Menschen. Es ist also ungewöhnlich, dies auch bei Erwachsene mittleren Alters zu beobachten.” Mittlerweile ist die DNA des EHEC-Bakteriums entschlüsselt. Die Behörden kreisen auch den genauen Ort, wo die Seuche ausbrach, immer weiter ein. Hamburg und Lübeck stehen aktuell im Fahndungs-Fokus.