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Hongkong und Taiwan gedenken des Massakers auf dem Tiananmen-Platz

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Hongkong und Taiwan gedenken des Massakers auf dem Tiananmen-Platz

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In Hongkong und Taiwan haben hunderttausende Menschen mit Nachtwachen der Opfer des Pekinger Tiananmen-Massakers von 1989 gedacht. In beiden Städten erinnern Demonstranten jedes Jahr am 4. Juni an den blutig niedergeschlagenen Protest auf dem Platz des Himmlischen Friedens in der chinesischen Hauptstadt. In Taiwans Hauptstadt Taipeh leben heute einige der damaligen Protestorganisatoren im Exil.

Die chinesische Dissidentin Wang Chaohua und Studentenfürerin von 1989 empört sich auf der Kundgebung in Taiwan: “Nach so vielen Jahren wendet die chinesische Regierung noch immer Mittel der totalen Unterdrückung Einzelner an. Damit sollen alle abgeschreckt werden, ihre Meinung zu äußern, selbst wenn es nur darum geht, etwa zu verhindern, dass das eigene Haus abgerissen wird. Wenn die Regierung selbst das für politische Statements hält, ist das zum Fürchten.”

In China selbst wird der Verbrechen von 1989 nicht öffentlich gedacht. Bis heute sind sie für die herrschende kommunistische Partei ein Tabu.