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Jemen: Opposition hält Saleh für besiegt

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Jemen: Opposition hält Saleh für besiegt

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Der gewaltsame Machtkampf im Jemen nimmt kein Ende. Auch heute lieferten sich Gegner und Anhänger von Präsident Ali Abdullah Saleh heftige Kämpfe. Mehrere Menschen kamen laut Agenturberichten ums Leben, sowohl Soldaten als auch Regierungsgegner. In der südjemenitischen Stadt Taiz sollen fünf Demonstranten erschossen worden sein.

In der Hauptstadt Sanaa kamen mindestens zwei Soldaten bei einer Explosion in einem Gebäude ums Leben. In dem Haus sollen sich Gegner Salehs aufgehalten haben.

Der Staatschef selbst ist weiter in Saudi-Arabien. Dort wird er nach dem Attentat auf ihn in einem Militärkrankenhaus bei Riad behandelt. Laut Presseberichten hat er einen Granatsplitter in der Brust.

Viele Saleh-Gegner hoffen jetzt, der Staatschef werde nicht mehr zurückkehren; zumindest nicht in den Präsidentenpalast, wo er bei dem Angriff verletzt worden war.

In mehreren Städten im Jemen feierten tausende Menschen die Ausreise Salehs. Diese wird von vielen als Zeichen für einen Sieg der Gegner gewertet. Die Opposition fordert seit Monaten mit Massendemonstrationen den Rücktritt des seit 1978 herrschenden Präsidenten. Der wollte das Amt eigentlich an seinen Sohn weitergeben, doch dafür scheint es nun endgültig zu spät zu sein.