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Saleh endgültig weg? Jemeniten feiern

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Saleh endgültig weg? Jemeniten feiern

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Großer Jubel im Jemen nach der Ausreise des verletzten Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Der Chef der mächtigen oppostionellen Stammesföderation der Hashid, Al Ahmar, akzeptierte einen Waffenstillstand, den Sahlehs Stellvertreter vorgeschlagen hatte. Die jemenitische Führung hatte zunächst auch den Ahmar-Clan für den Anschlag am Freitag verantwortlich gemacht, bei dem der Präsident und hochrangige Politiker verletzt worden waren.      
 
Zehntausende feierten an diesem Sonntag Salehs Ausreise. Allerdings gab es auch wieder Tote bei einem Granatenangriff in der Hauptstadt Sanaa, aus der außerdem vereinzelt Schießereien gemeldet wurden. Auch in Taiz, der zweitgrößten Stadt des Landes, kamen bei Schusswechseln laut Medienberichten mehrere Menschen ums Leben.
 
Der Präsident wurde inzwischen in Saudiarabien erfolreich an der Brust operiert. Der 69-Jährige soll bei dem Anschlag am Freitag einen langen Munitionssplitter in der Herzgegend abbekommen und sich Brandverletzungen zugezogen haben. 

Offiziell war von einem Rücktritt nach dem Anschlag nicht die Rede, im Gegenteil hieß es, Saleh werde in Kürze zurückkehren. Das Volk feiert hingegen schon den Sturz des Präsidenten…