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EHEC: Im Zweifel gegen die Sprosse

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EHEC: Im Zweifel gegen die Sprosse

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“Da Keimsprossen feucht eingepackt werden,” heißt es auf der Webseite des Gärtnerhofs Bienenbüttel, “können sie bei längerer nicht sachgerechter Lagerung für Bakterien, Pilze und Mikroben einen idealen Nährboden bilden.”

Sprossengemüse aus Bienenbüttel sollen eine Quelle der EHEC-Epidemie sein. Erste Laborproben bestätigten den Verdacht auf tödliche Darmkeime allerdings nicht.

Trotzdem bleibt das deutsche Agrarministerium bei seiner Warnung.

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

“Wie das niedersächsische Verbraucherministerium rät auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz vom Verzehr von Sprossen ab, solange die Ursache nicht geklärt ist.”

Auch bei Gurken, rohen Tomaten und Salat werde man erst Entwarnung geben, wenn der Ursprung des gefährlichen Erregers gefunden sei, so ihr Ministerium, das auch für Verbraucherschutz zuständig ist.

Seit dem Ausbruch der EHEC-Seuche vor fast drei Wochen sind 22 Menschen an dem aggressiven Darmkeim gestorben, mehr als 2000 wurden krank. Rund 100 Menschen in elf weiteren Ländern mußten behandelt werden – nahezu alle hatten Verbindung mit Deutschland.

Spanische Bauern verlören bis zu 200 Millionen Euro pro Woche, so ihr Verband. Deutsche Behörden hatten zunächst vor spanischen Gurken als Infektionsquelle gewarnt – zu Unrecht, wie man jetzt weiß.