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Fluglinien müssen mit Gewinneinbrüchen rechnen

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Fluglinien müssen mit Gewinneinbrüchen rechnen

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Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat seine Gewinnprognose von März von 8,6 auf 4 Milliarden Dollar drastisch reduziert. Im vergangenen Jahr machten die Airlines allerdings trotz Aschewolke ein Riesengeschäft: 18 statt der bislang geschätzten 16 Milliarden Euro Gewinn, berichtete die IATA bei ihrer Jahrestagung in Singapur. Die IATA geht inzwischen von einem Ölpreis von 110 Dollar pro Barrel aus. Für 2011 entspräche das Gesamtkosten der Industrie von 176 Milliarden Dollar oder 30 Prozent der Gesamtkosten des Fluggeschäfts. Vor zehn Jahren betrug der Anteil nur 13 Prozent. Außer den Ölpreisen nannte der Verband auch das Erdbeben und den Tsunami in Japan als Ursache für das schlechte Geschäft, ebenso die politischen Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika.

Der Verband kritisierte auch den umstrittenen Emissionshandel in Erupa. In der IATA sind 230 Fluggesellschaften organisiert, die nach Angaben des Verbandes zusammen 93 Prozent des globalen Flugverkehrs abwickeln.