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"Grenzstürmer" beigesetzt

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"Grenzstürmer" beigesetzt

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In Syrien sind die rund zwei dutzend Palästinenser beigesetzt worden, die gestern bei der versuchten Erstürmung der israelischen Grenze auf dem Golan ums Leben gekommen sind.

Die Palästinenser hatten – wie erst drei Wochen zuvor – von Syrien aus versucht, die Grenzanlagen zu überwinden. Nahe der Ortschaft Madjal Shams kam es dann zu den tödlichen Zusammenstößen mit der israelischen Armee.

Noch vor Wochen war es einigen der Demonstranten gelungen, bei einer ähnlichen Aktion bis weit auf israelisches Gebiet vorzudringen. Einer der Grenzstürmer kam sogar bis Tel Aviv,- dies war offenbar Ansporn genug für die israelische Armee, die Grenztruppen zu verstärken.

Doch auch 23 Tote und rund 350 Verletzte halten die Demonstranten nicht von erneuten Protesten ab.

Israel sagt, die Regierung in Damaskus nutze die Aktionen, um von den Unruhen im eigenen Land abzulenken, sie wiegle die Palästinenser auf, bezahle sie sogar. Die Palästinenser weisen den Vorwurf bestechlich zu sein, weit von sich.

Sie rufen ihre Landsleute an allen israelischen Grenzen auf, die Sperranlagen zu überwinden und so gegen die Besetzung von Ostjerusalem, des Golans und des Westjordanlandes durch Israel zu protestieren.