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Griechenland bringt Sparprogramm auf den Weg

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Griechenland bringt Sparprogramm auf den Weg

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In Griechenland ist der Ministerrat zu Beratungen über das harte Sparprogramm der Regierung zusammengekommen. Regierungschef Giorgos Papandreou will nun auch die letzten Minister seiner Regierung von der Notwendigkeit der Sparmaßnahmen überzeugen. An diesem Dienstag will Finanzminister Giorgos Papakonstantinou die Parlamentarier der regierenden Sozialistischen Partei informieren, am Mittwoch soll der Ministerrat das Sparprogramm verabschieden. Unterdessen wird auf EU-Ebene über ein neues Hilfspaket diskutiert. Robert Halver von der Baader-Bank meint, bislang versuche man lediglich Zeit zu gewinnen. Griechenland brauche einen Geschäftsplan für die kommenden Jahre. Die Landwirtschaft, der Tourismus, Solarenergie und steigende Exporte in den Nahen Osten seien für die griechische Wirtschaft in den kommenden Jahren wohl das wichtigste. Noch mehr Geld nach Griechenland zu pumpen sei wohl keine Lösung.

Diplomaten verwiesen darauf, dass Athen zunächst die verschärften Bedingungen umsetzen müsse, die Voraussetzung zur Auszahlung der nächsten Tranche aus dem laufenden Programm im Juli sind. Mehr Klarheit werde es von der am Mittwoch erwarteten Ministerratssitzung in Athen geben. EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds hatten Ende vergangener Woche die Auszahlung der neuen Tranche von 12 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Außerdem werde auf verschiedenen Ebenen der EU über neue Griechenland-Szenarien gesprochen – dazu gehöre auch die Einbeziehung von Privat-Banken in die Rettung des Krisenstaates. Deutsche Banken sind mit 34 Milliarden Euro in Griechenland engagiert, französische mit insgesamt 56,7 Milliarden.