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Lissabon muss auch nach dem Machtwechsel sparen

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Lissabon muss auch nach dem Machtwechsel sparen

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Machtwechsel in Portugal: Das von der Pleite bedrohte Euro-Land hat den sozialistischen Regierungschef Jose Socrates abgewählt und der konservativen Opposition eine komfortable Mehrheit gegeben. Die Neuwahlen waren notwendig geworden, weil der alte Ministerpräsident im März das Handtuch geworfen hatte – seine Minderheitsregierung konnte für das vierte Sparpaket innerhalb von elf Monaten keine Mehrheit finden. Die in der Mitte des politischen Spektrums angesiedelten Sozialdemokraten mit ihrem Chef Pedro Passos Coelho wollen mit den Rechtskonservativen des Demokratischen und Sozialen Zentrums alle Abkommen und Zahlungsverpflichtungen respektieren. Selbst wenn es Lissabon gelingt, das Vertrauen der Märkte und des Auslands wiederherzustellen – Portugal, das ärmste Land Westeuropas, wird noch härter als bisher sparen müssen.