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Passos Coelho will Europa "keine Sekunde länger als nötig" auf der Tasche liegen

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Passos Coelho will Europa "keine Sekunde länger als nötig" auf der Tasche liegen

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Machtwechsel in Portugal. Pedro Passos

Coelho von der liberalen Partei der Sozialdemokratie (PSD) hat das Mandat, den zuletzt glücklosen sozialistischen

Regierungschef José Sócrates abzulösen. Jetzt hängen die Finanzmärkte an seinen Lippen – wird er die strikten Kreditbedingungen der EU und des IWF einhalten, an denen Sócrates gescheitert ist ?

Er will, sagt er.

Passos Coelho:

“Finanziell gesehen, waren wir schon eine Belastung für unsere europäischen Partner, das ist uns bewußt. Wir wollen diese Rolle keinen Tag, nicht mal eine Sekunde länger spielen als nötig. Also müssen wir den öffentlichen Sektor reformieren, wie ich das in meinem Programm skizziert habe. So steht es auch in der Vereinbarung, die mit der Europäischen Union und den Internationalen Währungsfonds geschlossen wurde.”

Passos Coelho kam am Sonntag auf knapp 39 Prozent. Zusammen mit dem rechtskonservativen Demokratischen und Sozialen Zentrum (CDS) (und seinen knapp 12 Prozent kam, kann er auf eine absolute Mehrheit kommen.

Viel Zeit bleibt nicht für einen Koalitionsvertrag: Die nächste “Inspektion” der Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank ist für Ende Juli angesagt.