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"Saleh kommt zurück!"

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"Saleh kommt zurück!"

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Die Ausreise von Jemens Staatspräsidenten Saleh nach Saudi-Arabien, wo er sich nach dem Attentat auf ihn behandeln lässt, hat viele Fragen über die politische Lage in dem Land aufgeworfen. Die Opposition feiert Salehs Abwesenheit schon als Sieg. Zu früh, meint der jemenitische Journalist Hakim al-Masmari im Interview mit Euronews:

“Wer glaubt, dass der Präsident nicht mehr in den Jemen zurückkommt, der irrt sich. Er hat ja nie behauptet, die Macht abzugeben. Sein Gesundheitszustand ist gut, es gibt keine Anzeichen dafür, dass er fortbleibt. Er ist nur zur Behandlung im Ausland, dann kommt er zurück. Die Opposition übertreibt hier, anstatt die Tatsachen klar zu sehen. Sie tut so, als wäre der Präsident gestorben, und das ist in meinen Augen eine schlechte Strategie für den Fall, dass er zurückkehrt.”

Beobachter fürchten jetzt, dass die Situation im Jemen komplett eskaliert. Verfeindete Stämme könnten sich attackieren, das Wort von einem Bürgerkrieg macht seit Tagen die Runde. Al-Masmari beschwichtigt:

“Ich denke nicht, dass sich die Situation zu einem Stammeskonflikt oder Bürgerkrieg ausweitet. Dass es Chaos gibt, wenn der Präsident weg ist, das ist normal und es findet auch nur sehr begrenzt statt. Das wird jetzt nicht lange dauern. Die Stämme haben vom Anfang der Revolution an keinen Konflikt gesucht. Selbst der Stamm der Haschid, zu dem Saleh gehört, will die Lage nicht zu einen Stammeskonflikt ausarten lassen.”