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"Salehs Verfallsdatum ist abgelaufen"

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"Salehs Verfallsdatum ist abgelaufen"

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Freudentänze auch an diesem Montag im Jemen – doch ob sie ihren Präsidenten endgültig los sind, ist nicht sicher: Der Stellvertreter von Präsident Saleh erklärte, dass dieser sich von seiner Operation in Saudiarabien gut erhole und in wenigen Tagen zurückkehren werde.

Salehs Verfallsdatum ist abgelaufen, prangt dagegen auf einer Keksbüchse mit seinem Foto, die feiernde Regimegegner schwenken. Sie warnen:

“Wir hoffen, dass die Golfstaaten Saleh überzeugen, nicht zurückzukehren, denn wenn er das tut, wird es Krieg hier geben.”

Saleh war bei einem Anschlag am Freitag schwer verletzt worden. Der Golfkooperationsrat, der seine Vermittlungsbemühungen im Mai abgebrochen hatte, zeigte sich nun zu einer neuen Initiative bereit.

Die USA forderten einen sofortigen Übergang: Außenministerin Clinton erklärte, dieser sei im besten Interesse des jemenitischen Volkes.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien riefen alle Parteien in einem gemeinsamen Appell dazu auf, einen Weg zur Versöhnung zu finden und die Waffenruhe einzuhalten. Diese von Saudiarabien vermittelte Waffenruhe hielt, abgesehen von vereinzelten Zwischenfällen. Und das sei jetzt erst einmal das Wichtigste, erklärte Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi, der derzeit die Amtsgeschäfte führt.