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Strauss-Kahn plädiert auf "nicht schuldig"

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Strauss-Kahn plädiert auf "nicht schuldig"

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Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn hat sich vor einem Gericht in New York für “nicht schuldig” erklärt. Zur offiziellen Anklageverlesung erschien Strauss-Kahn in Begleitung seiner Anwälte, die nun schnellstmöglich Einblick in die Unterlagen der Staatsanwaltschaft nehmen wollen. Auch Strauss-Kahns Frau Anne Sinclair zeigte sich demonstrativ an der Seite ihres Mannes. Strauss-Kahn soll ein Zimmermädchen im Sofitel zum Oralsex gezwungen haben. Sein Anwalt Benjamin Brafman sieht das anders. “Sobald wir die Beweise gesichtet haben”, erklärte er vor Journalisten, “wird klar sein, dass es keinerlei wie auch immer gearteten Zwang in diesem Fall gegeben hat.”

Das mutmaßliche Opfer, eine 32-jährige Frau aus dem afrikanischen Guinea, beharrt auf ihrer Darstellung – und ihr Anwalt Kenneth Thompson ist für den Prozess zuversichtlich: “Sie möchte alle wissen lassen, dass Strauss-Kahns ganze Macht, sein Geld und sein Einfluss in der Welt nicht ausreichen, um die Wahrheit über das, was er ihr in diesem Hotelzimmer angetan hat, aus der Welt zu schaffen.”

Strauss-Kahn bleibt bis auf weiteres unter Hausarrest in einem luxuriösen Stadthaus in Tribeca. Das Verfahren wird voraussichtlich noch vor Ende des Jahres beginnen. Das vorerst letzte Kapitel in der Affäre um Dominique Strauss-Kahn hat nur eine halbe Stunde gedauert. Jetzt wartet alles auf den 18. Juli, den Termin der nächsten gerichtlichen Anhörung.