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Angst vor Machtvakuum im Jemen

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Angst vor Machtvakuum im Jemen

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In Jemens Hauptstadt Sanaa hält die Waffenruhe offenbar, in der zweitgrößten Stadt Tais sind die Kämpfe hingegen wieder aufgeflammt. Oppositionelle und Angehörige der Republikanischen Garde lieferten sich örtlichen Medien zufolge Gefechte. Ein Stammesführer erklärte, die Stadt sei zu weiten Teilen in den Händen der Rebellen.

In der Stadt Sindschibar kamen mehr als vierzig mutmaßliche Terroristen und Soldaten ums Leben, als die Armee Jagd auf Al-Kaida-Mitglieder machte.

Die Stadt war kürzlich von Bewaffneten eingenommen worden.

Nach der Abreise von Präsident Saleh zur medizinischen Behandlung nach einem Attentat fürchtet nicht nur der Jemen selbst, sondern auch das Ausland, dass ein Machtvakuum entsteht oder Al-Kaida an Einfluss gewinnt. Von Saleh heißt es bislang, er wolle zurückkehren, weswegen seine Gegner erneut auf der Straße Druck machten. Sie fordern, einen Übergangsrat einzusetzen.

Dem Vernehmen nach bemüht sich Saudiarabien, den Gast von einem friedlichen Machtwechsel zu überzeugen. In der Hauptstadt gab es wieder Freudentänze – doch zahlreiche Staaten haben ihre diplomatischen Vertretungen in Sanaa vorsichtshalber geräumt.