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Ehec: EU-Minister beraten über Entschädigungen für Bauern

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Ehec: EU-Minister beraten über Entschädigungen für Bauern

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Die Ehec-Krise macht Europa zu schaffen. In Straßburg forderte der spanische EU-Abgeordnete Sosa Wagner, die verlorene Ehre der Gurke und anderer Gemüsesorten wieder herzustellen. In Luxemburg diskutieren die EU-Agrarminister über Hilfen für europäische Obst- und Gemüsebauern. Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 150 Millionen Euro vor, an den Details wird noch gefeilt. Und EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli plädiert für eine vorsichtige Informationspolitik: Man dürfe nicht übereilt Angaben über die Quelle der Infektion machen, solange es keine Beweise in Form von bakteriologischen Untersuchungen gebe – andernfalls würden ungerechtfertigte Ängste in der Bevölkerung geschürt.
 
Aber was auch immer die Agrarminister beschließen – für Europas Gemüsebauern ist es eigentlich schon zu spät. Sie müssen täglich tonnenweise Gurken, Tomaten und Salat wegwerfen. Deutsche Erzeugerverbände beziffern die Verluste pro Tag mit rund fünf Millionen Euro.