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Ehec: Verbraucher meiden Gurken und Tomaten

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Ehec: Verbraucher meiden Gurken und Tomaten

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Die EU verspricht Ausgleichszahlungen für Bauern – aber tatsächlich geht es für die Landwirtschaft um etwas ganz anderes: nämlich darum, das Vertrauen der Konsumenten zurückzugewinnen. Derzeit bleiben Gurken und Tomaten auf den Märkten liegen, so wie hier in Spanien, denn die Käufer haben Angst, das Gemüse zu essen. Hier liegt das Hauptproblem, wissen die Händler. “Das wichtigste ist es, das Vertrauen zu stärken, damit der Markt sich erholt”, meint einer von ihnen. “Wenn es kein Vertrauen gibt, wird nicht gekauft und der Markt erholt sich nicht, dann geht es mit der ganzen Branche bergab.”

Auch auf deutschen Gemüsemärkten sind Gurken, Tomaten und Salat derzeit nicht gerade Verkaufsschlager. Die Händler sind ratlos. “Die Leute kaufen heute keine Gurken oder Tomaten”, seufzt ein Verkäufer, “sie haben kein Vertrauen, aber sie haben bestimmt genug Gründe dafür.” Manche Kunden allerdings wissen sich zu helfen. “Ich spüle die Gurken heiß ab, schrubbe sie ordentlich ab, schäle sie, schrubbe sie nochmals ab und dann kann man die essen”, verrät ein Mann sein Gurkengeheimnis. “Ich bin da nicht so hysterisch, mit ein bisschen Hygiene ist das völlig in Ordnung.” Auf den meisten Wochenmärkten verkaufen sich derzeit vor allem Produkte aus der jeweiligen Region. Und so mancher Verkäufer muss, um seine Waren an den Mann zu bringen, eben selbst in die saure Gurke beißen.