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EU will Landwirte für Verluste in der EHEC-Krise entschädigen

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EU will Landwirte für Verluste in der EHEC-Krise entschädigen

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Die Europäische Union will Landwirte für ihre Verluste in der EHEC-Krise entschädigen. Bereits vor einem Sondertreffen der EU-Agrarminister in Luxemburg schlug EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos 150 Millionen Euro als Entschädigung vor. Nach dem Treffen versprach er, diese Summe aufzustocken: “Ich habe mich verpflichtet, die Zahl nochmal durchzurechnen, die Höhe der Entschädigungen nochmal zu prüfen. Ich will einen verbesserten Vorschlag vorlegen. Die Verbesserung soll ausgeglichen und der aktuellen Situation angemessen sein.” Auch warnte Ciolos vor überzogenenen Forderungen. Insbesondere Spanien hatte Druck gemacht. Agrarministerin Rosa Aguilar forderte, dass die nicht abgesetzten Produkte zu einhundert Prozent des Marktwertes ersetzt werden. “Wir sollten uns davon nicht einschüchtern lassen, dass die Kontrollsysteme, die europäischen Sicherheitssysteme für Lebensmittel nicht wirksam seien”, betonte EU-Gesundheitskommissar John Dalli. “Unsere Lebensmittelpolitik, unsere Politik zur Lebensmittel-Sicherheit ist die beste der Welt.” Die Entschädigung ist vor allem für Bauern gedacht, die nicht in Produktionsgemeinschaften organisiert sind. Europaweit sind im Durchschnitt ein Drittel der Hersteller organisiert.