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Heftige Debatte über EHEC-Erreger im EU-Parlament

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Heftige Debatte über EHEC-Erreger im EU-Parlament

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Seit Tagen ist klar, dass die spanische Gurke nicht die Infektionsquelle für den EHEC-Erreger ist. Auch Sprossengemüse ist diese nicht. Während sich vor allem die deutschen Fachleute fieberhaft darum bemühen, den Ursprung der Epidemie finden, schlugen die Wellen im EU-Parlament in Straßburg hoch. “Es gibt einen riesigen Mangel an Koordinierung”, so Esther Harranz Garcia von der Europäischen Volkspartei. “Auch die Kommission war nicht auf der Höhe. Nun gehen die Aussagen einer deutschen, unerfahrenen Gesundheitsministerin auf ihr Konto. Die Ministerin machte Aussagen, ohne lange darüber nachzudenken und die Kommission hat diese übernommen, ohne sie zu verstehen.” Gemeint ist die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. “Das Hauptproblem besteht im systematischen Versagen der Lebensmittelproduktion”, so Sabine Wils von der Vereinten Europäischen Linken. “Für den EU-Binnenmarkt werden Lebensmittel in großen Mengen industriell hergestellt, wobei es um Profit und nicht um den Gesundheitsschutz der Verbraucher geht.” In Deutschland sind 3 000 EHEC-Fälle und Verdachtsfälle registriert. 21 Menschen sind inzwischen an den Folgen der Infektion gestorben.