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Bislang schwerste NATO-Luftangriffe auf Libyen

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Bislang schwerste NATO-Luftangriffe auf Libyen

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Die NATO hat am Dienstag ihre bislang schwersten Luftangriffe auf Libyen geflogen. Am Nachmittag schlugen in mehreren Vierteln der Hauptstadt Tripolis wiederholt Bomben ein. Das Bombardement zog sich über Stunden hin. Die Regierung sprach von 60 Luftangriffen, bei denen 29 Menschen getötet wurden. Ziel war auch der Stützpunkt Bab al-Asisija, wo Revolutionsführer Gaddafi seinen Wohnsitz hat. Gaddafi traf sich an einem unbekannten Ort mit Stammesführern. In einer Ansprache an die Bevölkerung sagte Gaddafi, er werde „bis zum Tod“ kämpfen. Der Märtyrertod sei Millionen Mal besser als die Kapitulation.

An der diplomatischen Front konnten die Rebellen Erfolge verzeichnen. In ihrer Hauptstadt Bengasi traf erstmals seit Beginn des Aufstandes ein russischer Sondergesandter ein. Michail Margelow bot die Vermittlung Russland an: “Wir glauben, dass Gaddafi an dem Tag, an dem er die erste Kugel auf das libysche Volk abgefeuert hat, seine Legitimation verlor. Wir sind aber für eine politische Lösung, nicht für eine militärische”, sage Maglow.

Auch ein chinesischer Diplomat besuchte Bengasi. China hat sich bislang neutral verhalten. Der libysche Außenminister Abdelati Obeidi hält sich zu Gesprächen mit seinem chinesischen Amtskolegen Yang JieChi in Peking auf.