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Eurovignette kommt

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Grünes Licht für LKW-Maut in der Europäischen Union. Schwere Laster können künftig in der EU für Lärm und Luftverschmutzung zur Kasse gebeten werden. Nach jahrelangem Tauziehen stimmte das EU-Parlament für die sogenannte Eurovignette. Für den Güterschwerverkehr wird damit erstmals das Prinzip durchgesetzt, wonach der Verschmutzer zahlt. “Die Umwelt wird verschmutzt, es gibt Lärm, Staus undsoweiter. Wir müssen diese Dinge anpacken”, so Said El Khadraoui, Berichterstatter des Parlaments. “Sonst werden wir uns nicht mehr bewegen können. Abgaben können helfen, ein nachhaltiges Transportsystem zu schaffen, das auch für den Güterverkehr selbst vorteilhaft ist. Eines der Ziele ist, den Schienenverkehr, den Transport auf dem Wasser und auf der Straße stärker aneinander anzugleichen. Wer mehr verschmutzt, zahlt zugunsten jener, die weniger verschmutzen.” Allerdings wird die Regelung für die EU-Länder nicht zur Pflicht. Auch haben die Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, sie umzusetzen. “Die Folgen werden außerordentlich negativ sein, weil damit die Steuerlast für den Straßenverkehr steigt”, meint Marc Billiet, Vertreter des internationalen Straßen- und Transportverbands. “Zugleich nehmen die Möglichkeiten der Unternehmer ab, in saubere Technologien zu investieren und den Güterverkehr auf der Straße ‘grüner’ zu machen.” Das EU-Parlament setzte durch, dass 15 Prozent der Mauteinnahmen in transeuropäische Verkehrsnetze investiert werden. Die Abgabe ist begrenzt auf höchstens vier Cent pro Kilometer und betrifft nur LKW über 12 Tonnen.