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Fukushima-Trip: Sommerkleider aus der heilen Vergangenheit

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Fukushima-Trip: Sommerkleider aus der heilen Vergangenheit

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Aus einer der Atomanlagen von Fukushima droht weiter radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik zu fließen – vermutlich rund 3000 Tonnen. Der Betreiber Tepco überlegt nach Angaben der Atomaufsicht, die verstrahlte Flüssigkeit aus dem AKW Fukushima Zwei (Daini) ins Meer zu leiten. Diese Anlage liegt rund zwölf Kilometer vom zerstörten Unglückskraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) entfernt.
 
Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima Eins schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100 000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes
Wasser.
 
 
Was nehme ich mit in ein Leben nach der Atomkatastrophe ? Zwei Stunden haben Menschen aus Kawauchi Zeit, in ihre frühere Existenz einzutauchen. Kawauchi liegt in der evakluierten Sicherheitszone, 20 Kilometer rund um die Atomruine.
 
Die Abenteurer wider Willen tragen Schutzanzüge. Nach dem Ende des Ausflugs werden Menschen und Gepäck auf Strahlen getestet.   
 
Eine Frau sagt:  “Ich habe ein paar Sommerkleider eingepackt und etwas sehr Wertvolles – ein Foto meines Vaters auf dem Sterbebett.”
 
Bisher haben mehrere hundert Menschen ihre alten Häuser besucht – weitere 16.000 aus neun Städten stehen noch auf der Warteliste.
 
Vor knapp drei Monaten hatten Erdbeben und Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima zerstört. Vor dem Strahlenunfall wohnten etwa 78.000 Menschen in der jetzt evakuierten 20 Kilometer-Zone rund um die strahlende Ruine.