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Höhere Uran-Anreicherung: Iran testet die Schmerzgrenze

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Höhere Uran-Anreicherung: Iran testet die Schmerzgrenze

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Die Europäische Union hat mit Besorgnis auf eine neue Eskalation im Atomstreit mit dem Iran reagiert. Der Iran hatte angekündigt, seine umstrittene höhere Urananreicherung zu verdreifachen.

US-Präsident Barack Obama hatte nach einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit neuen Sanktionen gedroht.

Fereidoun Abbasi, Chef der iranischen Atombehörde, wiegelt ab:

“Wir werden auf die Internationalen Atomenergie-Agentur eingehen und auf dem Gebiet der nuklearen Wissenschaft und Technik mehr unter der Aufsicht der Agentur arbeiten – und sie auf dem Laufenden halten. Unter Aufsicht der Agentur werden wir die 20 Prozent-Anreicherung nach Fordo transferieren.”

Die Urananreicherungsanlage Fordo in der Nähe der den Schiiten heiligen Stadt Qom ist in ein Gebirge eingegraben und militärisch massiv geschützt.

Uran kann je nach Anreicherungsgrad für die Stromgewinnung, aber auch für Atomwaffen verwendet werden. Iran hatte zunächst mit der

Anreicherung auf die für Atomkraftwerke benötigten unter fünf Prozent begonnen, reichert aber seit Februar 2010 auch auf 20 Prozent an. Bei 90 Prozent Anreicherung taugt Uran für Atomwaffen.